FDP Nordhorn 

Wirtschafstminister Walter Hirche zu Besuch beim geplanten Wirtschafts-Kompetenzzentrum Nordhorn  11.08.2006

Der FDP-Wirtschaftsminister Walter Hirche beurteilte das Konzept des geplanten "Kompetenzzentrums" im ehemaligen Nino-Spinnereihochbau positiv. Den Zeitplan der Projektpartner, die im Frühjahr nächsten Jahres mit dem Umbau starten wollen, bezeichnete er als "sehr ehrgeizig".

Schon die Powerpoint-Präsentation des geplanten "Kompetenzzentrums Wirtschaft" im ehemaligen Nino-Spinnereihochbau gefiel dem niedersächsischen Wirtschaftsminister Walter Hirche. Als der FDP-Politiker aus Honnover aber wenig später auf das Dach des gut 30 Meter hohen Gebäudes stieg und die Dimensionen des früheren Fabrikgebäudes erlebte, war der FDP-Politiker von dem Projekt beeindruckt. "Das ist schon Wahnsinn. Es ist schlüssig, das Spinnereihochhaus mit Leben zu füllen", sagte er.
Walter Hirche kennt sich gut aus in der Nordhorner Geschichte. In den 70er Jahren verfolgte er als Landtagsabgeordneter den Textil-Boom in Nordhorn, auch die dramatische Entwicklung danach ist ihm gut bekannt. Am Mittwoch besuchte er die Kreisstadt als niedersächsischer Wirtschaftsminister auf Einladung der Nordhorner FDP, um sich vor Ort einen Eindruck über die Chancen und Probleme des geplannten "Kompetenzzentrums Wirtschaft" zu verschaffen. Immerhin wünschen sich die beteiligten Partner des Projekts eine möglichst große finanzielle Unterstützung des Landes Niedersachsens.
Auch deshalb waren die Projektpartner nahezu vollzählig vertreten: Gerhard Woltering, Geschäftsführer der Nino-Sanierungs- und Entwicklungsgesellschaft (Nino-SEG), Landrat Friedrich Kethorn, Nordhorns Bürgermeister Meinhard Hüsemann und Jan Veddeler von der Investorengemeinschaft Lindschulte & Veddeler GbR nutzten den Besuch des Wirtschaftsministers, um für die Unterstüztung dieses Projektes zu werben. Offenbar mit Erfolg: "Es ist ein beeindruckendes Konzept", lobte der Wirtschaftsminister, "es verdient im Grundsatz eine positive Beurteilung". Was jetzt folgen müsse, sei ein schnelles Gespräch mit der "NBank", der Förderbank des Landes Niedersachsens. Die Chance auf Zuschüsse besteht durch so genannte EFRE-Mittel der Europäischen Union, die ab 2007 für die nächsten Jahre neu vergeben werden.
Von einem "sehr ehrgeizigen Zeitplan" der Projektpartner sprach Hirche nach der Vorstellung des geplanten Kompetenzzentrums, das in dem Nino-Hochbau viele Wirtschaftseinrichtungen zusammenfassen soll. Nach Angaben von Gerhard Woltering soll das Kompetenzzentrum bereits Mitte 2008 fertig gestellt werden. Er skizzierte den Zeitplan folgendermaßen: Direkt nach den Vertragsabschlüssen mit potenziellen Mietern wollen die Investoren im Frühjahr nachsten Jahres mit dem Umbau beginnen. "Die Pläne liegen weitgehend vor, wir können bald in die Vermarktung der Büros gehen", sagte Woltering, der auf großes Interesse hofft: "Die Nachfrage stimmt uns optimistisch".
Das Problem bei der Vermietung der Büroeinheiten: "Interessierte Nutzer wollen wissen, wann es losgeht. Um starten zu können, sind allerdings öffentliche Zuschüsse nötig", betonte Gerhard Woltering. Walter Hirche ist Aufsichtsratsvorsitzender der niedersächsischen Förderbank - und die Projektplaner in Nordhorn werden es zufrieden bemerkt haben, dass er Durchschriften der Anträge mit auf den Nachhauseweg genommen hat.
Vorher aber zeigte die Nordhorner FDP ihrem prominenten Gast die Textil-Firma Hemmers, die in ganz Europa rund 3500 Kunden aus verschiedenen Bereichen (Meterwarengeschäfte, Konfektionäre) betreut. "Der Besuch dieses prosperierenden Betriebes soll deutlich machen, dass es in der Gegenwart und Zukunft eine Bedeutung des Textil-Wirtschaftszweiges in Nordhorn gibt", betonte der stellvertretende FDP-Ortsvorsitzende Guido Kamphorst.
Grafschafter Nachrichten, 11.08.2006
Besuch Hemmers




 << zurück   Druckversion anzeigen
Termine


Aktuelles vor Ort


 
 
© 2008 FDP, powered by dev4u® - CMS